Lotto-Toto-Verkaufsstellen wollen Cannabis-Verkauf übernehmen

 

  • Kontrolliertes und geschultes Verkaufspersonal kann legale Abgabe sicherstellen
  • Höherer Aufwand für Zoll würde Schwarzmarkt befeuern, anstatt ihn auszutrocknen

Frankfurt am Main, 24.1.2022. Die neue Ampelkoalition will in der laufenden Legislatur eine kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken erlauben. Der Bundesverband der Lotto-Toto-Verkaufsstellen e.V. (BLD) sieht seine Mitgliedsunternehmen optimal für die Lizenz zum Verkauf von Cannabis aufgestellt. Nur mit einem kontrollierten niederschwelligen Netz an legalen Verkaufsstellen ließen sich die Ziele des Vorhabens umsetzen, was auch von Sicherheitsexperten gefordert wird.

 

„Wichtig wird es sein, dafür Sorge zu tragen, dass der legale Markt funktioniert und keiner neuen übermäßigen Überwachung bedarf. Dies können wir sicherstellen, weil wir seit Jahren streng reguliert und kontrolliert Produkte verkaufen, die nur für Erwachsene erlaubt sind“, sagt BLD-Vorstandsmitglied Günther Kraus. Der Verband repräsentiert bundesweit ein Netz an Verkaufsstellen mit über 24.000 Mitgliedsbetrieben. „Unsere Verkäuferinnen und Verkäufer werden nicht nur regelmäßig kontrolliert. Durch den Staatsvertrag sind wir seit Jahren im Jugendschutz sowie im Verkauf von Produkten mit Suchtrisiken geschult – bei Lotto ebenso wie bei Tabak“, so Kraus. „Es wäre fahrlässig, wenn diese Infrastruktur nicht genutzt würde.“

 

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht eine Gefahr in der Legalisierung, vor allem, wenn die notwendige kontrollierte Abgabe durch beliebige Geschäfte erfolgt. Frank Buckenhofer, der in der GdP die Beschäftigten des Zolls vertritt, befürchtet, „dass die Legalisierung das Ziel der Eindämmung des Schwarzmarktes in das Gegenteil verkehrt. Schon jetzt fehlen uns bereits die Einsatzkräfte zur wirksamen Drogenschmuggelbekämpfung und zur Bekämpfung der illegalen Märkte mit grundsätzlich legalen Produkten, wie z.B. beim Zigarettenschmuggel. Das Prinzip der zollamtlichen Überwachung praktiziert der Zoll bei Alkohol- und Tabakprodukten, bei Energieerzeugnissen und selbst beim Kaffee. Die Kontrollen reichen über die Einfuhr und Lagerung bis zum Vertrieb vom Hersteller zum Einzelhändler und letztendlich auch bis zum Verkauf an den erwachsenen Kunden.“ Deshalb plädiert der BLD für ein funktionierendes Vertriebsnetz, das schnell aufgebaut werden kann. Nur dann wird die Legalisierung von Cannabis eine Erfolgsgeschichte. „Das aber verlangt auch eine engmaschige behördliche Kontrolle“, mahnt Buckenhofer.

 

Zum Download der Presse-Information

Autor: 24.01.2022

 

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