BLD NEWSLETTER 28-2019

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Fairplay an der Kasse

 
An den Registrierkassen des Einzelhandels stehen Neuerungen an: Bald wird die technische Sicherung gegen Manipulationen gesetzlich vorgeschrieben sein. Zwar laufen die Zertifizierungsprozesse für Herstellerlösungen noch. Doch um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Einzelhändler sich rechtzeitig mit der Materie befassen. Mal verschwindet ein Zehntel des Umsatzes aus dem System, mal gleich die Hälfte: In hoher Regelmäßigkeit stoßen Finanzprüfer auf ebenso trickreiche wie professionell gehandhabte Manipulationen an Registrierkassen. Ausgeklügelte Betrugssoftware, die Rechnungen im System ändert oder tilgt, ohne Spuren zu hinterlassen, erlaubt Umsatzkürzungen „ganz nach Wahl“. Mehrere Milliarden Euro entgehen den Finanzbehörden durch gezinkte Kassendaten – Jahr für Jahr. Die sogenannte Fiskalisierung der Registrierkassen ist daher nicht zuletzt eine Frage der Steuergerechtigkeit und des fairen Wettbewerbs.

Ab Januar 2020 sind Registrierkassen mittels einer zertifizierten Technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) vor Manipulationen zu schützen, hieß es erst. Jetzt wurde die Frist verlängert. Diese gesetzliche Pflicht betrifft vor allem Einzelhändler und Gastronomiebetriebe. Nur für alte Registrierkassen, die aufgrund ihrer Bauart nicht mit einer TSE ausgestattet werden können, gilt eine Übergangsregelung: Sie dürfen bis 31. Dezember 2022 im Einsatz bleiben, müssen allerdings zumindest den seit 2016 gültigen Regelungen des Bundesfinanzministeriums zur Aufbewahrung digitaler Unterlagen bei Bargeschäften entsprechen. Für Millionen von Registrierkassen steht daher eine Nachrüstung an.

Die vorgeschriebene TSE besteht aus mehreren Modulen, durch die Kasseneingaben manipulationssicher protokolliert und gespeichert werden und sich über eine digitale Schnittstelle an Finanzprüfer übertragen lassen. Kern des Konzepts ist die elektronische Signatur der einzelnen Kassenbelege. Dabei stellt eine Prüfsumme zu jedem Beleg die Integrität der Daten sicher: Nachträgliche Eingriffe werden erkennbar, da in diesem Fall die Prüfsumme nicht mehr stimmt.

Derzeit sind vor allem zwei Lösungsvarianten im Gespräch. Bei der lokalen Lösung sind die TSE-Funktionen in ein kompaktes Hardware-Modul integriert – etwa in einen USB-Stick oder eine SD-Karte. Dies dürfte zum Beispiel Händler interessieren, die nur wenige Kassen betreiben. Allerdings muss bei dieser Variante vermutlich alle drei Jahre das Modul gewechselt werden. Mit der Tim Card (Tax Identification Module) stellt die Bundesdruckerei seit Jahren erprobte Sicherheits-Lösungen bereit, die in Taxametern und Spielautomaten im Einsatz sind. Mit Blick auf die unterschiedlichen Bedarfslagen im Einzelhandel entwickelt die Bundesdruckerei gemeinsam mit den Partnern Cv Cryptovision GmbH und der Deutschen Fiskal GmbH lokale und zentrale Lösungen für Registrierkassen. Alle Lösungen sollen technologieoffen und herstellerunabhängig nutzbar sein.

Die zweite Lösung, eine zentrale Cloud-Lösung, basiert hingegen auf einem Webdienst, bei dem ein Vertrauensdienste-Anbieter wie D-Trust der Bundesdruckerei die Sicherheitsfunktionen bereitstellt und Kassenbelege elektronisch signiert.

Da sich die nötige Sicherheitsinfrastruktur im geschützten Rechenzentrum des Dienstleisters befindet, muss vor Ort beim Einzelhändler keine Hardware installiert werden. Voraussetzung ist eine sichere Internetverbindung.

Besonders Unternehmen mit vielen Filialen und Kassen dürften von dieser Lösung profitieren, denn sie ermöglicht eine einheitlichen Rollout und eine effiziente Administration, ohne dass jede Kasse händisch umzurüsten wäre. Bislang existieren noch keine fertigen Lösungen auf dem Markt – mehrere Hersteller befinden sich im Zertifizierungsprozess beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Am 27. März 2019 trafen sich Mitglieder des Arbeitskreises Point of Sales (POS-Systeme) des EHI Retail Institute bei der Bundesdruckerei in Berlin, um den Stand der Dinge sowie Handlungsoptionen zu diskutieren. Angesichts bislang noch fehlender zertifizierter Lösungen bewerteten viele Einzelhändler den Zeitplan als sehr knapp – umso mehr, als die heiße Phase der Umstellung mitten ins ohnehin turbulente Weihnachtsgeschäft fällt. Nun teilte das Bundesfinanzministerium mit, dass es auch nach dem 1. Januar 2020 nicht vollständig manipulationssichere Kassen nicht beanstanden würde.

Bei den Finanzbehörden ist man sich der ehrgeizigen Terminsetzung bewusst und rechnet offenbar mit Anträgen auf Ausnahme - genehmigungen. Eines jedenfalls ist klar: Das Thema bleibt brandaktuell. Einzelhändler sind gut beraten, Kassenhersteller zu kontaktieren und sich auf den Umstellungsprozess vorzubereiten. Schließlich ist es mit der Entscheidung für eine bestimmte Lösung nicht getan – auch die Integration in die bestehende Kassenlandschaft benötigt Zeit und Personal.

Fiskus legt neue Zahlen vor


BERLIN // Licht und Schatten birgt die aktuelle Tabaksteuer-Statistik fürs erste Halbjahr 2019. Insgesamt sieht es fürs Gesamtjahr nicht schlecht aus. Der Blick auf die monatlichen Einnahmen des Staates in diesem Bereich zeigt: Nach einem schwachen Auftakt (für Januar verzeichnet die Statistik ein Minus von 26,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf knapp 246 Millionen Euro) hat sich das Steueraufkommen stabilisiert. Vor allem im März (plus 18,9 Prozent) und April (plus 16,1 Prozent) sah der Zufluss fürs Staatssäckel gut aus. Unterm Strich verbuchten die Bundeskämmerer fürs erste Halbjahr 6,4 Milliarden Euro und damit 4,6 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten 2018.

Erfreulich fiel dabei der Einnahmenzuwachs bei Zigaretten aus, der bei 4,8 Prozent lag; insgesamt kassierte der Staat in diesem Bereich gut 5,4 Milliarden Euro. Mit einem kleinen Plus von 2,6 Prozent auf fast 915 Millionen Euro schnitt auch der Feinschnitt aus fiskalischer Sicht gut ab. Die Zahlen beim Pfeifentabak sind aufgrund der Zusammenlegung von klassischem Pfeifentabak und Shishatabak nur bedingt aussagefähig. Und Zigarren sowie Zigarillos verbuchten laut Destatis einen Rückgang von 11,4 Prozent.

Betrachtet man den Nettobezug von Steuerzeichen als vorlaufenden Indikator, dann dürften die kommenden Wochen eher mau ausfallen. Im Vergleich zum Vorjahresjuni deckten sich die Unternehmen deutlich weniger ein; das Minus lag für Zigaretten bei 16,5 Prozent auf etwas mehr als 956 Millionen Euro, nachdem die Bezüge im März, April und Mai jeweils deutlich über einer Milliarde Euro gelegen hatten.

2019 war der Juni der bislang schwächste Monat, dicht gefolgt vom Januar. Schaut man sich den gesamten Steuerzeichenbezug von Tabakerzeugnissen an, dann resultiert für Juni ein Schwund um 19,7 Prozent auf  knapp 1,1 Milliarden Euro. Auch hier war der sechste Monat der bislang schwächste des laufenden Jahres.

Damit einher ging ein Rückgang der durchschnittlichen Zigarettenpreise. Zu Jahresbeginn, so die Statistiker, hatte ein Glimmstängel noch
29,12 Cent gekostet. Bis zum Mai stiegen die Preise dann sukzessive auf 30,40 Cent, bevor sie im Juni um 1,3 Prozent auf 30,02 Cent
nachgaben. Demgegenüber legte Feinschnitt seit Januar im Durchschnitt um sieben Prozent auf 159,40 Euro pro Kilogramm zu. Noch größer war der Preisschritt bei Pfeifentabak (inklusive Shishatabak), der um 33,4 Prozent auf 170,54 Euro je Kilo nach oben schoss.

Zugleich legte bei Zigaretten der durchschnittliche Nettosteueranteil von 16,45 Cent je Zigarette auf 16,69 Cent zu. Damit liegt der
Tabaksteueranteil am Preis jeder Zigarette bei 55,5 Prozent. Beim Feinschnitt macht die Steuerlast von 74,80 Euro je Kilogramm 46,9 Prozent aus.

Da größere Freiluft-Events in diesem Jahr Mangelware sind und der Sommer sich bislang recht durchwachsen präsentiert hat, setzen viele Händler und Hersteller nun auf warme und sonnenreiche Tage im Hoch- und Spätsommer. Allerdings würde das vor allem die Nachfrage nach Feinschnitt und Zigaretten beflügeln. Aber auch die Genießer von Pfeife oder Zigarre zeigen sich inzwischen recht wetterabhängig.

 

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IAW 18.-20. September 2019 in Köln 30. Internationale Aktionswaren- und Importmesse
Auf der IAW Webseite können Sie sich ganz unkompliziert ein kostenloses Dauerticket bestellen. Zeigen Sie das Ticket z.B. auf Ihrem Smartphone am Eingang zur Messe vor oder drucken es selbst aus. Mit dem Dauerticket können Sie die IAW an allen drei Messetagen besuchen. Für nicht registrierte Besucher betragen die Preise für die Eintrittskarten vor Ort in Köln: Tagesticket: 39 €, Dauerticket: 69 € 

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Weitere wichtige LINKS: 

Das Internetforum für Lottoverkaufsstellen sollten Sie besuchen: http://www.annahmestelle.net/


Mit kollegialen Grüßen aus Frankfurt


Günther Kraus


Geschäftsführer
Mail: presse-kraus@t-online.de

 

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